Kats Blog











Ja, ich gestehe ich wandle gerne mal im Potterfandom rum. Ich mag das von Rowling vorgesehende HGRW Pairing nicht. Mal ehrlich, jeder der die Bücher gelesen hat, weiß das Hermione klug ist. Was genau sollte Sie an Ron finden. Sicher, er ist einer ihrer besten Freunde, aber seien wir mal ehrlich. Man will mit seinem Partner auch Gespräche führen können. Und ich bezweifle einfach das Mione das mit Ron könnte.

Zuerst las ich nur, doch dann wurde ich von einem Plotbunny gepackt und begann zu schreiben.

Ich bin nicht gerade zufrieden mit meinem Schreibstil, aber vielen gefällt es. Durch das schreiben habe ich liebe Menschen kennen gelernt, deren Bekanntschaft ich nicht missen möchte.

Mit Hope und Mel, z.b. gehts im November zur Premiere vom HBP.

Fest steht das ich mittlerweile an 3 Storys schreibe, eine übersetzt, an diversen Oneshots arbeite, ein Gemeinschaftsprojekt am laufen habe und eine total kranke Realfic in Planung ist. Ich bin total eingespannt und liebe es.

Schreiben ist toll. ;)

Und jetzt habe ich mich sogar mal an einen Lemon gewagt, der wirklich gut ankam. Ich hätte nie gedacht, das es so schwer ist, sowas zu schreiben. Und es ist beruhigend, das die meisten es mögen.

Es ist ein ziemlich breitgefächertes Fandom und das einzige was mich wirklich stört sind die schlecht geschriebenen slashstories. Ich lese eher selten slash, aber ich habe wirklich schon stories gelesen, Hut ab, genial. Aber viele können es einfach nicht und es ist grauenvoll deren Versuche zu lesen.

Leider sehen viele das anders und die rape-mpreg-slashstories kommen am besten an. Wieso nur?

ALso, lest schön das was euch spaß macht und reviewt, denn was anderes bleibt uns nicht als Lob.

PS: Ja meine Rechtschreibung ist grottig, aber ich habe 2 tolle Betas.



{September 5, 2007}   Lesen ist toll ;)

Hab seit langen mal wieder Sidl von Ramana gelesen…na ja ich wollte euch eine meiner Lieblingststellen net vorenthalten…

Solange ich dich Liebe

Kapitel 101

Eine schleimige Flüssigkeit dringt in meine Mundhöhle. Oh Gott ist das ekelhaft!
Wie konnte ich mich nur dazu überreden lassen???
Es ist soo…..igitt! Widerlich!
Ich sauge das Zeug von einer Backe in die Andere. Oh Gott, Brechreiz!
Es schmeckt scheußlich, es schmeckt…..
„Sum?“ Ben beugt sich zu mir.
Es schmeckt nach Fisch?? Wie ist das möglich???
„Schluck es doch einfach runter.“ raunt er.
Was? ‚EINFACH’??? Ben hat diese, diese…hm, milchige Flüssigkeit ja nicht im Mund….oh Gott und es schmeckt noch nicht mal nach Milch, sondern nach…
Ich verziehe das Gesicht. Verdammt, es muss raus!
„Summer, schluck es runter!“ wiederholt Ben leise.
Ich schüttle den Kopf. Tut mir leid Ben, ich kann das nicht tun! Es ist zu schrecklich.
Die Flüssigkeit wird immer mehr mit Speichel durchsetzt…..ich übergebe mich wirklich gleich!
„Summer, ich warne dich! Mach jetzt keine Szene. Wenn du es in der Gegend rumspuckst, dann….“
Keine Szene? Der hat gut reden! Vielleicht kann ich krank davon werden…ich hab so was noch nie runtergeschluckt! Mir wird noch schlechter.
„Bitte, bitte Sum, mach kein Theater…. Nein, schluck es runter!“ flüstert Ben eindringlich, als er sieht das meine Augen nach irgendwas zum hineinspucken suchen. „Summer, wenn du es ausspuckst, dann…..dann verlasse ich dich, hörst du?“
Zuerst zwing mich das Arsch das zu tun und dann droht er auch noch mich zu….
„Und wie schmeckt es?“ vor lauter Schreck ihre Stimme zu hören verschlucke ich mich und das Zeug rinnt meine Speiseröhre hinunter. Bäh!
„Furch….äh, fantastisch, Jen.“ huste ich „Wirklich ganz….ausgezeichnet!“
Meine Tribemitglieder, die lauernd auf mein Urteil gewartet haben, tauchen nun auch zaghaft ihre Löffel ihn die weiße Suppe.

Kapitel 130

Es ist noch ganz still im Haus. Nur aus dem Badezimmer höre ich Stimmen. Ich gehe unbeirrt weiter auf die halb geöffnete Tür zu.
„……das du das nicht weißt?“ höre ich Daniel amüsierte Stimme „Und du schläfst seit Wochen mit SUMMER im selben Bett und willst mir allen Ernstes weis machen, dass dir das noch nie passiert ist?“
„Nein-“ höre ich die Antwort. Ahhh, das ist Ben! Worüber reden die??? Was ist Ben passiert??? Ich bleibe kurz vor der Badezimmertür stehen und lausche. Lauschen ist aber gar nicht nötig, weil Daniel gerade sehr laut höhnisch lacht: „Ben!“
„Was?“ Ben klingt gereizt. Ich taste mich noch näher zur Tür. Irgendetwas sagt mir das diese Unterhaltung noch interessant werden könnte.
Ich höre Dan spöttisch sagen: „Bei einer Frau wie Summer!“ Hey, was ist mit mir? Was bin ich denn für eine Frau? Wie wagt es der Kerl überhaupt über mich zu reden? „Also…du musstest noch nie kalt duschen um dich ihr nicht aufzudrängen???“ Daniel hört sich ungläubig an.
„Doch….schon.“ räumt Ben etwas kleinlaut ein.
Ich grinse und beiße mir geschmeichelt auf die Lippen. So was hört frau doch immer gern! Ich schiebe meinen Kopf, so weit ich es riskieren kann ohne ertappt zu werden, vor und linse ins Badezimmer. Ich schaue genau in den Spiegel über dem Waschbecken, sehe darin wie sich Daniel rasiert und Ben, der schräg hinter ihm steht, angrinst.
„Aber dieses Mal war es anders!“ fährt Ben Daniel an, dessen Gegrinse ihn offensichtlich provoziert „Es hat sau weh getan.“
Hä?? Was denn? Ich hab Ben weh getan???
Daniel ist anscheinend schon besser über den Grund von Bens Schmerzen informiert als ich, denn er hört auf zu grinsen und antwortet mitfühlend: „Glaub ich dir.“
„Als Sum plötzlich aufgehört hat weil Eve kam…“ murmelt Ben „…man, ich hab gedacht mein Schwanz reißt ab!“
Ah! Darum geht es also!!! Deswegen war Ben so aggressiv als Eve ins Zimmer kam! Hm, aber warum hat es Ben denn weh getan weil unsere Fummelei ein jähes Ende nahm?
Ben scheint wohl die selbe Frage zu haben, er schaut Dans Spiegelbild nach einer Erklärung abwartend an.
„Und du weißt echt nicht warum?“ fragt Daniel schon mehr fasziniert als erstaunt.
Ben verdreht entnervt die Augen und zieht sich in einen Teil des Badezimmers zurück indem ich ihn nicht sehen kann.
Daniel seufzt und wäscht seinen Rasierer unter fließend Wasser aus. „Also Ben,“ fängt er an „nehmen wir einmal an du fährst einen Mercedes. Nehmen wir an auf dem Highway, im fünftem Gang. Was passiert wenn du jetzt, mit 200 Sachen, in den ersten Gang runter schaltest?“ fragt Daniel rhetorisch als hätte er ihn gefragt wie viel eins und eins ist.
Ben tritt wieder in mein Sichtfeld, vor den Spiegel, hebt die Arme und antwortet wie selbstverständlich: „Äh, auf den Kolben ist soviel Druck drauf das der Motor explodiert?“
„Guuut!“ lobt Dan übertrieben begeistert, fragt daraufhin trocken: „Und wo ist jetzt noch dein Problem?“
„Hä?“
„Wenn eine Frau dich richtig scharf macht und plötzlich aufhört tut das weh.“ erklärt Dan übertrieben deutlich, betont jede Silbe. Er grinst Ben wieder an. „Bei so ner hohen Geschwindigkeit plötzlich runter zu schalten verkraftet dein Kolben nicht!“ Daniel wirft dem stirnrunzelnden Ben ein Handtuch ins Gesicht.
„Und was mach ich nun gegen die Schmerzen?“ fragt Ben und zieht sich das Handtuch vom Kopf „Im Fluss baden hat nämlich nicht mehr geholfen.“
„Nee, kaltes Wasser reicht da nicht mehr. Leg dir Eis auf den Schwanz oder geh zu ner anderen!“
WAS????
Daniel legt seinen Rasierer bei Seite, dreht sich zu Ben, hält ihm drohend seine große Faust unters Kinn und sagt leise, gefährlich leise: „Letztere Methode würde ich an deiner Stelle aber ausschließen….wenn du weißt, was gut für dich ist.“
Wie süüüß!
Ben schlägt die Hand seines Freundes weg. „Hör auf mit dem Scheiß!“ antwortet er ärgerlich „Sum ist die Frau meines Lebens!“
In mir steigt Freude auf. Ich lächle und schlinge glücklich meine Arme um meinen Körper.
Ben macht wieder den Mund auf: „Und….“
„Aaaah!“ RUMS! Ich knalle auf den Boden, genau vor die Badezimmertür. Jemand hat mich geschubst! „NICK!“ schreie ich schon noch bevor ich einen Blick über mich geworfen habe. Ich weiß einfach das er es war! „Nick, du Arschgeige!“ keife ich wieder „Spinnst du??? Was fällt dir ein? Wenn ich jetzt Luna auf dem Arm gehabt hätte…“
„Hattest du aber nicht.“ sagt Nick unbekümmert und taucht vor mir auf „Und außerdem: Selber schuld! Wer lauscht….“
Äh, lauschen??? Ich schaue ins Bad. Daniel und Ben starren mich mauloffen an.
Ich lache verlegen: „Äh, hi Jungs!“

Kapitel 137

„Mensch, Summer!“ ereifert sich Jen „Ihr solltet echt langsam mal vögeln! Ich hab noch nie jemanden mit so nem Dauerständer rumlaufen sehen.“
„So Notgeil wie du jetzt tust ist Ben nun auch wieder nicht.“ antworte ich ärgerlich.
Sie lacht spöttisch: „Ich meinte ja auch dich!“
Ich schaue Jen neben mir an. Sie grinst und sagt ernst: „Wenn du noch lange wartest springt dir deine Geilheit aus dem Gesicht!“
Ich strecke Jen sauer die Zunge raus. Mum ist kein gutes Vorbild für Luna!

Kapitel 139

Aaaa, Ben will mich! Er will mit mir schlafen, er will mich vögeln, er will…..auf unserem Ehebett sitzen Tin, Daniel Jen und Nick??? Ben will…… „GRUPPENSEX???“
Alle starren mich an. Im Zeitlupentempo ziehen sie ihre Brauen hoch…und prusten los!
Scheiße, scheiße, SCHEIßE!!!! Ich kneife die Augen zusammen. Summer, man soll nie, NIE reden bevor man denkt! *jaul* „Äh…nein!“ lacht Dan. Jen lehnt geiernd ihren Kopf gegen Tingas Rücken.
Scheiße! Wieso immer ich? WIESO???
Ben tätschelt tröstend meine Schulter, natürlich immer noch schallend lachend, geht an mir vorbei und lässt sich zu den Anderen aufs Bett fallen.
Häng!
„Was macht ihr hier?“ keife ich das Gejohle übertönend.
„Wie du schon sagtest.“ grölt Nick und wischt sich Lachtränen aus den Augenwinkeln, schaut dann Daniel und Ben an, die sich neben ihm vor Lachen kugeln und fragt: „Wer bekommt Summer zuerst?“
Wieder schadenfrohes Gelächter. Oh ich bin ja immer so froh wenn ich zur allgemeinen Aufmunterung beitragen kann!
Ben prustet: „Dan schon mal nicht, der kriegt bei ihr doch sowieso keinen hoch!“
Das war zuviel! Ich springe aufs Bett und dresche mit einem Kissen abwechselnd auf Ben und Nick ein. Bei Ben hilft mir Daniel natürlich.

Kapitel 191

Sandy lässt sich jedoch nicht einschüchtern und grinst mich hämisch an. „Ich glaube, unser Schmusekätzchen weiß das…“
WOHER kennt diese Schlampe meinen Kosenamen?!? Verdammt, woher??? Und die kleine Katze um meinen Hals wird von Bens Pulli verborgen, es KANN gar keine spontane Verächtlichkeit sein, wie Sun in der Stadt mutmaßte! „Warum nennst du mich so?“, frage ich düster.
„Na der Name passt doch!“, erwidert Sandy unschuldig. Und im nächsten Moment hat sie ein Foto hervor gezaubert. Ein Bild, dass mich zeigt, wie ich in den Armen eines Jungen liege. Alex! Es muss am Tag der Invasion, kurz bevor die Technos einflogen, aufgenommen worden sein. Als diese Mall Rat mich umgelaufen hat und ich gegen Alex gestolpert bin. Und er mich dann geküsst hat! Und genau dieser kurze Moment, indem der Fischer mich fest hielt und seine Lippen auf meine drückte, genau der ist auf dem Foto zu sehen!
Ich erkenne natürlich, dass es auch zeigt wie ich stocksteif auf den viel zu hohen Absätzen stand und weiß, dass ich nur meine Hände auf seiner Brust hatte um den muskulösen Jungen wegzustemmen, aber wer außer mir sollte diese Feinheit schon bemerken?!?
Nick fällt es jedenfalls schon mal nicht auf! Er grölt ungläubig: „Aber Miss Hoffmann!“, und reißt Sandy die Aufnahme aus den Händen, um sie genauer betrachten zu können.
Ich stehe wie vom Blitz getroffen und mit leergepustetem Hirn daneben, als Sandy sich auf ihn stürzen will um das Indiz zurück zu ergattern. Aber eine abwehrend ausgesteckte Hand des Jungen genügt, dass die unterernährte Tussi den Angriff noch einmal überdenkt.
„Wer hat mir eben was von wegen Hormone kontrollieren erzählt?“, grinst Nick mit Genugtuung und studiert weiter das Foto.
Meine Gedanken sammeln sich langsam wieder und ich stottere: „N- nein! So war das nicht!“
Tinga springt nun auch zu uns und fragt aufgeregt: „Was ist denn auf dem Foto?“
„Wie?“, überhört Nick Tin und fragt mich :“Waren das etwa nur Kussübungen?!?“ Die unterschwellige Botschaft verstehe natürlich nur ich.
„Er hat mich geküsst-“
Nick prustet: „Das sehe ich!“
„Zeig doch mal!“ Tin ist schon ganz zappelig und springt an Nick hoch. Aber wenn er seinen Arm hoch hält erreicht seine Hand natürlich keiner mehr von uns, nicht mal mehr die anderen Jungs.
„…ich habe ihn kurz nach der Aufnahme weg geschubst!“
„Sagt man dann!“, antwortet Nick sarkastisch und entledigt sich mit Zartgefühl Tingas. Das zierliche Mädchen stolpert dennoch drei Schritte rückwärts.
In Nicks Augen blitzt es auf und er fragt anzüglich: „Summer, du betrügst deinen Freund?“ Der Riese gibt nun doch nach und überlässt der Maori die schon wieder an ihm klammert, gekonnt Sandys quengeliges: „Gebt das Foto wieder her!“, ignorierend, das Bild.
Er ahmt meine Stimme nach und fragt mit meinen Worten, die ich beim ertappen seines Fehltritts mit Max sagte: „Liebst du diesen…das is doch ein Fischer, oder? Summer, liebst du etwa diesen….“
„ALEX!“, kreischt Tin und wird blass.
Nick wendet sich von mir ab und fragt überrascht: „Du kennst ihn?“
„Das war Tingas erster Fick“, murmle ich gereizt, versuche von mir abzulenken.
Gelingt mir allerdings nicht ganz. Nick bricht in Gelächter aus und johlt: „Ich fass es ja nicht! Mir werden beim kleinstem Vergehen Vorträge gehalten, und alle Weiber in diesem Haus laufen sofort zum Nachbartribe, wenn ihre Männer mal keinen hoch…“
„So war das gar nicht!“, schreien Tinga und ich ihm gleichzeitig ins Wort, während Sandy zum x-ten Mal kreischt: „Gebt mir das Foto zurück!“, und versucht es Tin abzunehmen.
„Niemals!“, schreie ich und versuche ebenfalls das Bild zu greifen. „Was fällt dir überhaupt ein mir hinterher zu spionieren???“
„Du hast Ben gar nicht verdient!“, keift Sandy zurück und stößt mich in der Rangelei zu Boden. Knalle auf die Dielen. Rums!
Tinga ist schon in eine Ecke gedrängt und Sandy grabscht nach dem Foto in deren schmalen Fingern, aber Nick ist schneller. Er entreist Tin das Bild und wedelt damit über seinem Kopf in der Luft rum. „Das wird Ben und Daniel sicher interessieren! Wie sagtest du, Sum? Tingas erster Kerl?“
„GIB DAS FOTO HER!!!“, schreien Tinga, Sandy und ich im Chor, alle an der Grenze zur Hysterie.
Nick lacht über unsere Entschlossenheit, aber als wir uns alle gleichzeitig auf ihn stürzen vergeht ihm das Lachen. Auf einmal sind wir nur noch ein Knäuel aus Leibern, Armen und Händen, die nach dem Blatt Papier greifen. Und weil Nick uns nicht weh tun will, hat er es wahrhaft schwer, sich zur Wehr zu setzen!
„Was macht ihr da?“ Bens verblüffte Stimme lässt uns alle erschrocken zusammen fahren und das Geschrei mit einem Schlag verstummen.
Und Sandy ist tatsächlich so fies, den Überraschungsmoment auszunutzen und Nick in die Kniekehle zu treten! Und damit hat Nick nun überhaupt nicht gerechnet! Wir werden in unserer Familie auch bei Keilereien nie wirklich grob, nie würden wir ein Familienmitglied absichtlich verletzten (von Daniels Aktion, als er Ben beim knutschen mit Sandy erwischt hat mal abgesehen, aber das ist ein anderes Thema). Ein weiterer Beweis dafür, wie schlecht Sandy zu uns passt.
Nicks Knie knickt bei dem plötzlichem Schlag, dem Reflex folgend, natürlich ein und er fällt, sicher auch vor Schmerz, stöhnend in sich zusammen. Seinem Fingern entgleitet das Foto.
Mit angehaltenem Atem beobachte ich wie es durch die Luft schwebt und wusch!, genau vor Bens Füße auf den Boden segelt.
SCHEIßE!!!

Kapitel 256

„Du warst klasse, Baby.“ Der Junge grinst mich gönnerhaft an.
„Mhm“, klappere ich mit den Zähnen. Angst! Todesangst immer noch in den Knochen! Mühsam kämpfe ich gegen das Einknicken meiner Knie an.
„Ich hab’ echt angenommen dieses Mal würdest du schlapp machen, aber nein….“
Noch ganz benommen starre ich auf den Fußboden. Es ist schon wieder passiert….schon wieder hat er mir das angetan!
„Hast dich wacker geschlagen!“ Lobend tätschelt er meine Wange.
Das Häufchen Elend blickt zu ihm auf. Darf ich nun gehen?
„Och, nun schau mich doch nicht so böse an!“, stöhnt der Junge. „Das war doch ein tolles Gefühl für dich, oder?“
„W-was?“, schlottere ich.
„Deine Angst zu besiegen!“
„Daniel, ich habe meine Höhenangst nicht überwunden! Ich musste sie nur schon wieder DURCHLEBEN!!“, schreie ich ihn an.

Kapitel 257

„Wollen wir nun endlich über DEINE Probleme sprechen?“
Ich stutze. „Welche denn?“
„Welche denn?!?“, wiederholt Dan spöttisch. „Na, wie wäre es zum Beispiel mit dem Problem, dass es zwischen dir und Ben jede freie Minute zur Sache geht?“
Ich habe Mühe ein Lachen zu unterdrücken. „Okay, ich verstehe ja, dass es für einen impotenten Mann deprimierend ist zu hören wie nebenan die Korken knallen“, kichere ich, „aber sexuell Aktiv zu sein würde ich nicht als ‚Problem’ bezeichnen!“
Der Junge stöhnt gequält: „Summer, bitte!“ Er wendet sich von mir ab und blickt in Eves Vitrine, ohne die tausend Porzellankätzchen und ähnliches Sammelsurium richtig wahrzunehmen. Dann dreht er sich wieder zu mir um. „Das ist doch nicht mehr normal!“, sagt er todernst.
Wie ein begossener Pudel stehe ich mitten im Raum. „Das eine Frau oft Lust hat ist für dich ‚nicht normal’?!?“, frage ich fassungslos. „Wie kommst du denn auf das schmale Brett? Wo immerhin deine eigene Frau dich andauernd bezirzt!“
Daniel winkt ab. „Das hat bei dir doch nichts mehr mit Lust zutun!“
„Wie gut du mich doch kennst!“, erwidere ich spitz.
„Allerdings, ich kenne dich, Sum.“ Er hebt die Arme. „Seit Lunas Taufe beobachte ich das nun schon: Wenn dicke Luft herrscht, schläfst du mit Ben. Wenn du Zukunftsangst hast, schläfst du mit Ben. Wenn du dich schlecht fühlst, schläfst du mit Ben. Wenn du wütend bist, schläfst du mit Ben. Wenn man dich mit unangenehmen Fragen konfrontiert, schläfst du mit Ben.“ Dan tritt nahe an mich heran und sagt leise: „Sex ist auch eine Möglichkeit Probleme vorerst zu lösen!“
„Du spinnst ja!“, fauche ich und laufe zur Tür. Ich habe schon eine Hand auf die Klinke gelegt als Dan ruft: „Wo willst du hin, Sum? Etwa zu Ben?“
Wie vom Donner gerührt bleibe ich stehen. Nah, das war doch nur gut geraten, nichts weiter!!!! Außerdem war ich schon immer ein sehr triebgesteuertes Wesen….. Trotzdem renne ich nicht aus dem Zimmer.
„Wenn es nicht lächerlich klingen würde, würde ich sagen du bist süchtig nach Sex!“, höre ich Dan hinter mir sagen.
„Das ist nicht wahr!“, fahre ich herum. „Ich liebe Ben einfach! Das ist alles!“
„Du hält’s es doch keine Woche mehr ohne Sex aus!“, behauptet Dan.
Ich kreische: „Wetten?“
„Wetten nicht?“, ruft der Junge prompt.
Herausfordernd verschränke ich die Arme vor der Brust und schaue Daniel böse an. Okay, vielleicht kennt er mich sehr gut. Aber es gibt eine Sache, die er nicht weiß: für mich ist gewinnen alles!!!
Auch Daniel schaut mir durchdringend in die Augen. Mir wird ungemütlich. Ich muss als erste den Blick abwenden.
„Eigentlich verstehe ich gar nicht wo das Problem liegt!“, murre ich vergrämt,. „Mir geht’s gut und mein Mann ist einer der glücklichsten und zufriedensten in diesem Haus. Mensch, du tust ja so als würde Ben sich beschweren!“
Daniel schneidet eine Grimasse.
„Was’n?“, frage ich. Eine Sekunde später überschlägt sich meine Stimme. „ER HAT WAS??!! O dieser miese dreckige…“

Wenigstens gab es mal etwas erfreuliches nach dem ganzen Ärger.

*hugandkiss*

eure Kat



et cetera